SwissSkills der Zimmerleute an der WIGA 2023

Ursprünglich hätten die die Schweizermeisterschaften der Zimmerleute bereits einen der Höhepunkte der diesjährigen WIGA darstellen sollen. Bekanntlich wurde die WIGA 2021 aber aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt, wonach die Werdenberger Wirtschaftsorganisation WWO im Berufs- und Weiterbildungszentrum bzb in Buchs kurzfristig einen neuen Austragungsort fand, um die SwissSkills doch noch im Werdenberg austragen zu können. So kämpften vom 19.-23. Oktober zwölf Zimmermänner im bzb um den Schweizermeistertitel. Die fünf Besten wurden ins Eidgenössische Nationalteam aufgenommen und erhalten nun die Chance, die Schweiz an der internationalen Berufswettbewerben EuroSkills und WorldSkills zu vertreten.

Schweizermeisterschaften vor Messepublikum

Direkt im Anschluss an die Schweizermeisterschaften einigten sich die WWO und SwissSkills darauf, die Berufsmeisterschaften der Zimmerleute 2023 wie ursprünglich geplant im Rahmen der WIGA durchzuführen. Dann werden junge, aufstrebende Zimmerleute aus der ganzen Schweiz vor dem Messepublikum ihre Wettkämpfe um den Meistertitel und die Aufnahme ins Schweizer Nationalteam ausgetragen.

Passt perfekt in die Region

Rolf Pfeiffer ist WWO-Vorstandsmitglied, Präsident der Wirtschaft Buchs und zugleich der lokale OK-Chef der SwissSkills und ist davon überzeugt, dass die Berufsmeisterschaften der Zimmerleute perfekt zur WIGA und unserer Region passt. „Erstens ist der Rohstoff Holz wegen der grossen Waldfläche stark vorhanden. Zweitens gibt es sehr viele Holzverarbeitungsbetriebe im Werdenberg wie zum Beispiel Bernegger Holzbau in Grabs, Schöb in Gams oder Alpiger Holzbau in Sennwald, die aufgrund ihrer Qualität und Kompetenz schweizweit tätig und angesehen sind.“

Fachkräftemangel in der Handwerkerbranche

Mit den Schweizermeisterschaften an der WIGA erhofft sich die WWO zudem einen kleinen Aufschwung des regionalen Gewerbes und der Handwerksberufe. „Es herrscht in der Region nach wie vor ein Fachkräftemangel gut ausgebildeter Handwerker und insbesondere Zimmerleute. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, mit den SwissSkills als Teilveranstaltung der WIGA den einen oder anderen Jugendlichen von einer Berufslehre in der Handwerkerbranche begeistern zu können.“

Keine WIGA 2021

Aufgrund unklarer Rahmenbedingungen auf anfangs September ist eine Planungssicherheit für das Werdenberger Gewerbe leider nicht möglich.

Ursprünglich wollten die Verantwortlichen der Werdenberger Industrie- und Gewerbeausstellung anfangs Mai entscheiden, ob die Jubiläumsmesse im September 21 durchgeführt werden kann. Auf Grund der aktuellen Entwicklung gab man sich aber noch etwas mehr Zeit, bis entschieden wird. Dies nicht zuletzt, weil der Bundesrat Entscheidungen zu Lockerungen im Monatsrhythmus in Aussicht gestellt hat. Die bisherigen Signale deuten zwar auf Lockerungen hin, erlauben aber keine Rahmenbedingungen, die für eine erfolgreiche Durchführung einer Regionalmesse zwingend nötig sind. Darum hat der Verwaltungsrat entschieden, die WIGA 2021 abzusagen.

Das Gesamtwohl im Auge 

Aus organisatorischer Sicht bleibt gar keine andere Wahl als eine Absage. Dies aus verschiedenen Gründen. Im Vordergrund steht vor allem die Planungssicherheit der Aussteller und Partner der Messe. „Wir haben bewusst noch etwas zugewartet und auf klarere Signale gehofft. Leider lässt uns der heutige Wissensstand keine andere Wahl, als die diesjährige WIGA abzusagen“, so Hansjörg Lutzi, Verwaltungsratspräsident und Vorsitzender der Geschäftsleitung der WIGA MESSE AG. Nebst der Planungssicherheit fehlt auch die Gewissheit, wie eine Gewerbemesse im September durchgeführt werden könnte. Regionale Messen leben von der Nähe. „Es ist unvorstellbar für die Aussteller, Besucher und uns als Messemacher, dass man nicht wie gewohnt ungezwungen zusammenstehen, sich austauschen und etwas degustieren kann. Auch der gesellschaftliche Treffpunkt mit der Werdenberg-Arena ist heute undenkbar“, führt Lutzi weiter aus. Hinzu kommt, dass unter den aktuellen Bedingungen mit den verlangten 10 Quadratmetern Freiraum pro Person eine Messe auch wirtschaftlich gar nicht erfolgreich durchgeführt werden kann. 

Entscheid auch im Sinne der WWO

Mit der Übernahme der WIGA vor zwei Jahren gab es seitens der neuen Eigentümer eine klare Zusage zur engen Zusammenarbeit mit den heimischen Gewerbevereinen, die in der Werdenberger Wirtschaftsorganisation (WWO) vereint sind. Dieses Bekenntnis zum Miteinander wird auch jetzt unterstrichen. „Die Mehrzahl der WWO Aussteller konnte es sich nicht vorstellen, in diesem Jahr eine erfolgreiche Messe zu erleben. Dies ergab die Umfrage bei den Mitgliedern, die wir vom Verwaltungsrat aus nach den jüngsten Lockerungen durchführten. Das bestätigt auch die Unsicherheit im Gewerbe und somit ist die Absage die logische Konsequenz“, so Lutzi. Hinzu kommt das finanzielle Risiko, für Aussteller und Organisatoren, dass gerade in dieser Zeit nicht zu unterschätzen ist. 

„40 plus 2“ in zwei Jahren Die Absage der diesjährigen WIGA schmerzt doppelt. Zum einen wegen der Tatsache, dass der grösste Marktplatz im Werdenberg in diesem Jahr den 40. Geburtstag gefeiert hätte. „Zum anderen tut es uns leid für das heimische Gewerbe, die Vereine und Künstler, die mit einem Einkommen aus der WIGA gerechnet haben“, so die Geschäftsleitung. Die direkte Wertschöpfung in der Region, welche die Werdenberger Industrie- und Gewerbeausstellung auslöst, bewegt sich im siebenstelligen Bereich. Dies wird dann in zwei Jahren wieder der Fall sein. Im Herbst 2023 heisst dann halt „Wir feiern 40 plus 2“. 

Entscheid über Durchführung der Jubiläums-WIGA fällt im Juni

Ursprünglich wollten die Verantwortlichen der Werdenberger Industrie- und Gewerbeausstellung anfangs Mai entscheiden, ob die Jubiläumsmesse im September 21 durchgeführt werden kann. Auf Grund der aktuellen Entwicklung gibt man sich aber noch einen Monat mehr, bis entschieden wird. Dies nicht zuletzt, weil der Bundesrat Entscheidungen zu Lockerungen im Monatsrhythmus in Aussicht gestellt hat. Für die Geschäftsleitung gibt es zwei Hauptgründe, den Entscheid noch etwas aufzuschieben. „Zum einen spüren wir verständlicherweise eine gewisse Unsicherheit bei den angemeldeten Ausstellern aber auch den Wunsch und Willen, etwas zu bewegen und zum anderen weiss man noch nicht, wie sich der Impfprozess entwickelt. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten sechs Wochen gewisse Tendenzen sichtbar werden“, so Hansjörg Lutzi, Verwaltungsratspräsident und Vorsitzender der Geschäftsleitung der WIGA MESSE AG. Läuft es so, wie von Experten erwartet, soll es in der zweiten Jahreshälfte auf Grund der Impfungen eine gewisse Entspannung geben. „Natürlich werden wir nicht unter allen Umständen die WIGA durchführen, aber wir möchten uns auch nicht den Vorwurf machen müssen, zu früh entschieden zu haben. Denn auch bei uns gilt, die Hoffnung stirbt zuletzt“, meint Lutzi. Der grösste Marktplatz im Werdenberg feiert heuer den 40. Geburtstag. Die Jubiläumsmesse soll am 3. September eröffnet werden. 

Grabs als das grosse Finale

Auch die Interessengemeinschaft für Handel, Gewerbe und Industrie Grabs wartet als Mitglied der Werdenberger Wirtschaftsorganisation WWO bei der Jubiläums-WIGA mit einem Gemeinschaftsstand auf. In den vergangenen Jahren hat sich die IG Grabs immer als einer der grössten Aussteller präsentiert. An  dieser Tradition wird auch 2021 festgehalten, auch wenn die Pandemie nicht bei allen Betrieben für optimale Voraussetzungen sorgt. „Verständlicherweise gibt es Unternehmungen, die sich in diesem Jahr in Sachen Messeteilnahme den einen oder anderen Gedanken mehr machen müssen. Umso mehr erfüllt es mich mit grossem Stolz, dass wir uns im September wieder ähnlich grosszügig wie vor zwei Jahren zeigen können“, so IG Präsident Päuli Kohler. Insgesamt werden sich rund 20 Aussteller im Grabser Gemeinschaftsstand präsentieren, der wie vor zwei Jahren am Ende des Hallenrundganges eingeplant sein wird und somit für ein perfektes Finale sorgt.

Wirtschaft Buchs mit Ausstellerrekord

Wenn am 2. September die Türen der 21. Werdenberger Industrie- und Gewerbeausstellung öffnen, werden die Besucherinnen und Besucher von einem starken Auftritt des Buchser Gewerbes empfangen. Mit über 650m2 belegt Buchs auch in diesem Jahr nicht nur die grösste Fläche aller Gemeinschaftsstände, sondern präsentiert in Sachen Aussteller einen neuen Rekord. Nicht weniger als 22 Daueraussteller zeigen sich in ihren attraktiven Messeständen. Hinzu kommen noch 3 Aussteller, die den Auftritt von Wirtschaft Buchs ohne Standpräsenz unterstützen. Entsprechend stolz zeigt sich Präsident Rolf Pfeiffer. „Die Unterstützung im heimischen Gewerbe ist grossartig. Wir werden wieder einen Branchenmix präsentieren dürfen, der einen starken Querschnitt der heimischen Kompetenz zeigt. Ich bin überzeugt, dass sich Wirtschaft Buchs anlässlich des WIGA Jubiläums eindrücklich präsentieren wird“.  Die erste WIGA wurde 1981 durchgeführt und daher feiert der grösste Marktplatz im Werdenberg in diesem Jahr den 40. Geburtstag.

Sennwalder Gewerbe zeigt sich innovativ an der Jubiläums-WIGA

Mit neuen Ideen wartet der Gewerbe- und Industrieverein Sennwald bei der Jubiläums-WIGA auf. Nebst den klassischen Dauerausstellern, präsentieren sich diverse Tagesaussteller. Als Neuheiten stellt das Team um Präsident Reto Walter zwei neue Plattformen zur Verfügung. Beim Projekt „Vielfalt“ können sich Aussteller präsentieren, denen es nicht möglich ist, physisch an der Messe teilzunehmen. Bei der zweiten Premiere geht es um den Gewerbe-Nachwuchs. „Lernende sind die Mitarbeiter der Zukunft und für alle Betriebe damit essentiell wichtig. Mit einem gemeinsamen Stand soll das Thema aufgegriffen werden und die teilnehmenden Unternehmen erhalten die Möglichkeit über die angebotenen Lehrstellen zu informieren“, so Reto Walter, der sich über das Interesse am Gemeinschaftsstand freut. „Bis heute haben wir bereits die Zusage von 16 Ausstellern und können so den Besuchern der WIGA 2021 mehr vom interessanten Angebot in Sennwald zeigen“.